Im Projekt logi.DIAG wurde eine Methode (Test-Driven Automation) zur Entwicklung von Automatisierungslösungen für Industrieanlagen erforscht. Das Projekt wurde Anfang 2011 abgeschlossen.

Projekt-Homepage: www.logidiag.at
Projekt-Koordinator: logi.cals kirchner SOFT GmbH
Projektpartner:

 

Test-Driven Automation

Steigende Anforderungen an Industrieanlagen und erhöhte Komplexität von Produktion und Prozessen erfordern immer umfangreichere Software-Funktionalitäten für deren Automatisierung. Die benötigte Software muss vor der Inbetriebnahme einer Anlage systematisch getestet werden. Bisher begann der Test meist erst nach der Implementierung. Zu diesem Zeitpunkt ist es jedoch nicht nur schwieriger, Fehler zu finden, sondern auch aufwändiger, diese zu beheben.

In der "Test-Driven Automation" werden Tests vor der Implementierung erstellt ("Test-First"-Development), um Software-Komponenten der Anlage bereits während der Implementierung einzeln und dann in Gruppen zu testen. Erst wenn die Einzelkomponenten funktionieren, wird die Applikation integriert. Damit können wesentliche Fehlerquellen im Entwicklungsprozess früher und leichter gefunden werden. Konkretes Ziel ist die Reduktion der teuren Fehlerfunde in den Phasen "Integration" und "Inbetriebnahme" um 30 Prozent.


Automatisiertes Testen der Einzelkomponenten

Für jede Software-Komponente wird durch entsprechende Tests sichergestellt, dass sich diese entsprechend den Anforderungen und der Spezifikation verhält. Die Tests laufen zum Großteil automatisiert ab und müssen nicht wie in herkömmlichen Software-Entwicklungen für Industrieanlagen manuell durchgeführt werden.


Nutzen für die Industrie

Dieser neue Entwicklungsansatz trägt dazu bei, Fehler bereits in der Entwurfs- und Implementierungsphase zu vermeiden, Inbetriebnahmezeiten und Wartungszeiten zu verkürzen und ermöglicht ein flexibleres Anpassen der Industrieanlage an geänderte Anforderungen. Probleme in der Anlage können rechtzeitig erkannt werden, weil die Fehlerquelle besser eingrenzbar ist.